Anti-Doping-Agentur führt Monfils als zurückgetreten, was einen Abschied in Paris wohl ausschliesst

Der französische Tennisspieler Gaël Monfils ist in den Ruhestand getreten, und zwar früher als erwartet. Der 40-Jährige hatte geplant, seine Karriere am Ende der Saison zu beenden.

Die Anti-Doping-Organisation des Tennissports, die International Tennis Integrity Agency (ITIA), führt Monfils nun unter den Spielern, die ihren Rücktritt erklärt haben. Seine Karriere gilt demnach offiziell ab dem 5. Oktober als beendet. Der frühere Weltranglisten-Sechste liegt aktuell auf Platz 254.

Monfils hatte eine Wildcard für ein Turnier in Lyon in der kommenden Woche erhalten und sollte seine Laufbahn eigentlich ab dem 31. Oktober vor heimischem Publikum bei den Paris Masters beenden. Die Veranstalter in Lyon teilten am Mittwoch mit, dass Monfils aus „persönlichen Gründen“ nicht antreten werde.

Öffentlich bestätigt hat Monfils seinen Rücktritt bisher nicht. Wer auf der Liste der ITIA steht, muss jedoch sechs Monate lang für Dopingkontrollen erreichbar sein, bevor er wieder an Wettkämpfen teilnehmen darf. Ein Comeback ist damit kaum mehr realistisch.

Abschied nach starkem Auftritt in New York

Seinen Abschied von den Grand-Slam-Turnieren gab Monfils im September bei den US Open. In der zweiten Runde unterlag er dem Amerikaner Learner Tien nach hartem Kampf. Zuvor war er als ältester Mann seit Jimmy Connors im Jahr 1992 ein Spiel in New York gewonnen. Connors hatte dies ebenfalls an seinem 40. Geburtstag geschafft.

Monfils gewann 13 Turniere. Seine besten Resultate bei Grand-Slam-Turnieren sind zwei Halbfinal-Teilnahmen: 2008 bei den French Open und 2016 bei den US Open.

Monfils hat zuvor erklärt, dass er mit seinem Entscheid im Reinen sei. Künftig wird er für ein Schweizer Unternehmen im Bereich Vermögensverwaltung arbeiten.

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