
Alejandro Davidovich Fokina hat das Masters in Shanghai gewonnen. Der Spanier drehte das Final gegen seinen Landsmann Rafael Jodar nach einem Satz- und Break-Rückstand und siegte 1:6, 7:6 (5), 6:4. Es ist sein dritter Titel in diesem Jahr und der bisher grösste seiner Karriere.
Der an Position 25 gesetzte Davidovich Fokina hatte zuvor seine ersten fünf Finals verloren, darunter 2022 das Masters in Monte Carlo. Seine beiden anderen Titel in diesem Jahr holte er im Juni auf Rasen in Mallorca und letzten Monat beim Chengdu Open in China. Beide Turniere gehören zur Kategorie ATP 250.
Nach dem Matchball hielt er die Trophäe fest in den Händen und küsste sie.
«Ich habe im Moment keine Worte», sagte Davidovich Fokina. «Mein Kopf ist leer. Ich weiss nicht, was ich sagen soll, und ich weiss nicht, wie ich mich fühle. Es ist einfach eine riesige Erleichterung.»
Match- und Satzrückstände auf dem Weg ins Final
In Shanghai stand Davidovich Fokina mehrfach vor dem Out. In der dritten Runde wehrte er gegen den dreifachen US-Open-Halbfinalisten Frances Tiafoe einen Matchball ab. Im Halbfinal gewann er gegen Alexander Zverev, nachdem er den ersten Satz verloren hatte.
Der 20-jährige Jodar, an Nummer 12 gesetzt, bestritt sein erstes Masters-1000-Final. Nach einem dominanten ersten Satz schien er auf dem Weg zum zweiten Titel seiner Karriere. Doch wie gegen Zverev kämpfte sich Davidovich Fokina zurück.
Spektakulärer Punkt zum 3:3
Im zweiten Satz schaffte er mit seiner Schnelligkeit das Rebreak zum 3:3. Er lief einen Stopball ab und spielte trotz fehlender Balance eine Rückhand entlang der Linie zum Passierball. Danach fiel er auf den Rücken und breitete jubelnd die Arme aus.
Jodar mit körperlichen Problemen
Beim Stand von 4:3 im dritten Satz rief Jodar den Physiotherapeuten und liess sich den rechten Oberschenkel massieren. Im folgenden Game verzog er schmerzerfüllt das Gesicht und fasste sich an den linken Fuss, den er beim Lauf ans Netz leicht verdreht hatte. Beim Seitenwechsel bekam er eine Massage am linken Oberschenkel.
«Im dritten Satz war ich körperlich vielleicht etwas fitter», sagte der 27-jährige Davidovich Fokina. «Er ist ein fantastischer Spieler, und es war sehr schwer, gegen ihn zu spielen.»
Mit seinem zweiten Matchball machte er den Sieg perfekt, als Jodar seinen Aufschlag nicht retournieren konnte. Jodar hatte im Halbfinal den früheren Shanghai-Sieger Daniil Medvedev geschlagen.